50 Jahre „Krone-Lichtspiele“:
Fünf Jahrzehnte Faszination
Die Kinogeschichte in Nagold verzeichnet zwei Spielstätten. Das erste Kino in Nagold war das „Löwen-Kino“, welches von der Familie Korlebauer betrieben und in der Nähe des Vorstadtplatzes in der Herrenberger Straße gelegen war. Dieses Kino wurde vermutlich in den 70er Jahren geschlossen, aber beginnen wir von vorne:
Die Familie Mayer hatte Ihre Landwirtschaft aufgegeben und überlegte Anfang der 50er Jahre, was nun mit dem nicht mehr benötigten großen Stallungsgebäude neben dem „Gasthaus zur Krone“ geschehen sollte. Nach reiflicher Überlegung wurde der Entschluss gefasst, dieses Gebäude in ein Kino umzubauen. Nach relativ kurzer Bauzeit war es dann soweit: Am 04.03.1955 wurden die „Krone-Lichtspiele“ mit dem Film „Gitarren der Liebe“ in Anwesenheit der örtlichen Prominenz feierlich eröffnet. Das Lichtspielhaus bot rund 400 Besuchern Platz und war schnell beliebt, da es moderner als das andere Kino war.
Damals gab es im Gegensatz zu heute verschiedene Sitzplatzkategorien:
LOGE (letzte Reihe, gepolstert)
SPERRSITZ (2.-6. Reihe von hinten, gepolstert)
1. PLATZ (alle anderen Reihen, Holz, ungepolstert)
Nach 25 Jahren wurde das Kino erstmals an Herrn Reichle verpachtet, der neben Nagold, auch das Calwer und Horber Kino betrieb. Nach Herrn Reichle war Herr Mareczek bis 2003 Kinoinhaber. Herr Mareczek leitete eine Modernisierung des Kinos ein und teilte 2002 das „alte“ Krone Kino in zwei Säle, „Krone 1“ 161 und „Krone 2“ 59 Plätze auf. Dies war aus wirtschaftlichen und programmtechnischen Gründen notwendig geworden. Somit ist es nun möglich, ein breiteres Filmangebot in Nagold zu zeigen. An stabilen Besucherzahlen ist zu sehen, dass dieses Konzept richtig war und ist.
Seit 01.01.2004 sind die „Krone-Lichtspiele“ an die Familie Handel verpachtet.
(Bilder: Archiv Frau Ruth Mayer)


